Also: Neue Auflösungen und eine Menge neuem Kleinkrams – wie einer recht netten globalen Suchfunktion, einen neuen Market, neuen Sprachfunktionen, endlich so etwas Einstellmöglichkeiten für die Kamera und so weiter. Gar nicht so wenig eigentlich. Updates sind auf allen bisherigen Geräten möglich, brauchen aber noch etwas Zeit und Mühe seitens der Hersteller und auch Googles. Video anschauen!
Die Highlights hat Google auch noch einmal im Text zusammengefasst; etwas deutscher und verständlicher geht’s im Artikel auf Golem.
Da ist es also, das Palm Pixi – ein leichtgewichtiges, kostengünstiges Smartphone in quasi-BlackBerry Bauform mit dem vom Palm Pre bekannten WebOS als Betriebssystem. Sieht richtig gut aus, vor allem die Tastatur macht einen viel besseren Eindruck als die des Pre.
Leider erscheint es wie der Vorgänger nur in den USA schon dieses Jahr und die Version für europäische Netze lässt noch auf sich warten. Meiner Ansicht nach hat Palm sich mit dieser Vorgehensweise beim Pre einiges verspielt; es ist mir ein Rätsel, warum sie nicht mehr auf den Weltmarkt achten.
Früher hätte mal wohl “Blackberry” und “Multimedia” für vollkommen unvereinbare Begriffe gehalten, waren doch die Brombeeren von RIM in erster Linie reine Businessgeräte für die Schlipse unter uns. Aber in den letzten Jahren hat sich einige getan, spätestens mit dem Storm und dem Bold. Das 8900 Curve ist eine weitere Variante des Angriffs auf breitere Käuferschichten.
Multimedia
Nun ja, fangen wir mit dem unangenehmen Teil an: Die Videokamera ist nicht gerade ein Schmuckstück des Blackberry. 240×180 Pixel im 3GP Format, 15 fps in meinem Demovideo – das ist nichts Weltbewegenendes. Dafür ist die Farbechtheit ganz gut, ebenso der Ton. Schaut es euch einfach selbst an.
Dafür kann die leider etwas arm an Einstellmöglichkeiten ausgefallene Kamera mit wirklich guten Bildern punkten. Zwar kann man wohl mit “nur” 3.2 Megapixeln Auflösung den Besitzern echter Photohandies nur ein mildes Hinterteilrunzeln abringen, in der Praxis jedoch schafft man mit einem gut benutzbaren Autofocus, Weißabgleich, einer Bewegungskompensation und einer insgesamt flinken Arbeitsgeschwindigkeit gute Ergebnisse. Geotagging funktioniert reibungslos, das eingebaute GPS-Modul tut gute Dienste.
Man kann direkt aus der Galerie oder der Kameraapplikation Bilder per MMS oder Mail versenden oder sie auf das Soziale Netzwerk seiner Wahl hochladen; leider kann man sie nicht vor den verschicken in der Größe ändern. Bluetooth für den Kurzstreckenversand zu Handy zu Handy stehen ebenfalls zur Verfügung – reichlich dämlich ist dabei, dass das Blackberry für den Bilderempfang erst per Menüpunkt bereitgemacht werden muss. Wieso der Quatsch, RIM? Das geht einfacher.
Zu meiner Überraschung ist das Curve 8900 mit einem recht guten Medienteil ausgestattet – Videos sehen auf dem Display großartig aus und werden flüssig wiedergegeben , der Musikteil hat eigentlich alle nötigen Funktionen; Covers und Songtitel werden angezeigt; der Klang ist ordentlich. Die vielen unterstützen Dateiformate – MP3/AAC/AAC+/WMA für Audio, DivX/XviD/MPEG4/WMV für Video – gehen deutlich über die Möglichkeiten von Apples Angebot und auch die vieler anderer Smartphones hinaus. Die Coolness und der optische Reiz des iPhone in diesem Bereich werden allerdings nicht einmal ansatzweise erreicht; auch fehlen dem Curve eigene Bedienelemente für die Medienwiedergabe. Für ein Businesshandy ist die Austattung aber mehr als zufriedenstellend.
Das mitgelieferte Headset hat keine Lautstärkeregler, ist dafür aber recht solide und klingt ganz ordentlich, dafür fand ich es eher unbequem zu tragen, was aber wie immer bei Ohrhörern eine rein subjektive Sache ist – vielleicht sind meine Ohren ja auch einfach zu klein. Zum Glück kann man handelsübliche Kopfhörer an die Standart-3.5mm Cinchbuchse anschließen. Dankenswerterweise nimmt das 8900 auch gern handelsübliche Bluetooth-Stereoheadsets an (A2DP).
Im dritten Teil werde ich etwas auf Organizer und Mails eingehen und ein kleines Fazit ziehen.
Zugegeben, ich mag die Art und Weise wie der Kalender alle relevanten Informationen für den Tag auf einen Blick lesbar darstellt. Interessanterweise verwendet Palm eine ähnliche Bildsprache und einen ähnlichen Tonfall in der Werbung wie Apple für das iPhone, nur wird hier nicht die berufliche Nutzung komplett ausgespart. Das neue WebOS scheint komplexere Aufgabenketten sehr elegant abarbeiten können und scheint dafür eher verspielte Bereiche wie, nun ja, Spiele eher zu vernachlässigen – hardwarenahe Programmierung wird bekanntlich zumindest vorerst nicht möglich sein.
Palms VP of Design gibt sich große Mühe, mein Mobiltelefon gegenüber dem neuen Wunderstück Pre schlecht aussehen zu lassen und um ehrlich zu sein, macht er das ziemlich gut. Ich bin zwar noch nicht 1000% vom Pre überzeugt – vor allem der 1150 mA Akku beeindruckt mich nicht sonderlich – das iPhone 3G bietet 1400 mA und man kann schwerlich sagen, dass das Teil überdimensioniert wäre und tagelang hält. Andererseits ist das Innenleben des Pre komplett neu und es ist schwer zu sagen, wie viel Prozessor, Display und Co schlucken. Schauen wir mal, das Gerät scheint sich wirklich für dem 15. Februar anzukündigen – jedenfalls in einer Version für US-Netzstandarts.
Ich will das Pre trotzdem – es ist scheinbar angenehmer zu bedienen als das iPhone und bietet anstelle der Spielefähigkeiten Datenabgleich mit scheinbar allem außer dem Einwohnermeldeamt. Für Leute, die viel über SMS und Telefonate hinaus kommunizieren – ich denke hier an Instant Messaging und soziale Netzwerke- hat Palm vielleicht das mobile Nirvana in der Pipeline.
Übrigens, im Video fällt noch ein interessanter Nebensatz - scheinbar kann man das Pre mit iTunes synchronisieren: Es wäre also in noch einem Bereich ein direkter Konkurrent des iPhone. Kein Wunder, wird das Pre ja auch von vielen Ex-Apple Mitarbeitern entwickelt. Ich bin nicht sicher, ob das der Apfelfirma gefällt…
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