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Das mächtige Nokia N97

Das gewaltig ausgestattete Touchscreen – plus – Volltastatur Monstrum von Nokia kann nun bei Amazon vorbestellt werden. Die dort angegebenen 660€ sind doch deutlich interessanter als die knapp 900 Euronen, die einmal bei anderen Händlern auftauchten.

Was ist drin? Ich ahne schon, ich muss nun einiges tippen – hier kommts: Ein richtig großes Touchscreen-Display mit 640×360 Pixeln Auflösung, 5-Megapixelkamera mit Fotolicht (Kein echter Xenonblitz), dafür mit Videofunktionen und Autofocus, satten 32 GB Speicher, die man auch noch erweitern kann, GPS Empfänger zum navigieren, ein Radio, Volltastatur, WLAN, Handy-TV (!), und noch viel mehr Krams, den ich mit Sicherheit nicht auch noch hinschreiben werde – das Profil bei GSMarena sollte da bessere Dienste tun.

Wenn man bedenkt, dass es sich hier um ein Gerät ohne Anbieterbranding handelt und man mit Sicherheit bei den diversen Netzanbietern subventionierte N97 beim Vertragsabschluss bekommen wird, dann wird das Ding doch langsam ernsthaft interessant. Wenn man wirklich viel Geld ausgeben will, bekommt man hier wohl schon einen angemessenen Gegenwert.

Erscheinungsdatum soll der 23. Juni sein, ohne offiziell bestätigt worden zu sein.

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Die spezialisierte Webseite PreThinking.com hat den Twitteraccount eines angeblichen Betatesters des heißersehnten Pre ausfindig gemacht. Dabei handelt es sich um einen Jim Van, CEO von Logicom, Inc., die sich scheinbar um die IT von Unternehmen kümmern. Die Person ist jedenfalls real und wohl durchaus ein hohes Tier, ich jedenfalls will trotzdem nicht so recht glauben, was aus seiner Richtung an Neuigkeiten kommt. Interessant ist es doch:

  • Die 3.2 Megapixel Kamera ist “ok”.
  • “Tethering” – also die Nutzung des Palm als Internetmodem für dem Computer – scheint es geben, über Bluetooth und Kabel. Allerdings mag der Pre scheinbar den Bluetooth Adapter von Jims Compaq Presario nicht.
  • Er behauptet, dass der Pre für $299 gekoppelt an einen Zweijahresvertrag zu haben sein wird – er schätzt, dass der Betrag auf zirka 100 Dollar sinken wird, sobald der Hype nachlässt. Ob das ein guter Preis ist… wird sich zeigen, wenn wir Details über den Vertrag erfahren. So weit ist das Statement weitgehend wertlos.
  • Der Akku hält auch nach 8 Stunden (!) fleissiger Nutzung durch. Das wäre beeindruckend und für mich unerwartet stark.
  • Das Gerät funktioniere sehr gut mit Facebook, die Twitternutzung sei etwas zäh (“cludgy”).
  • Man befinde sich in der letzten Testphase – die Markteinführung soll schon am 30. April stattfinden1.

Das klingt alles gut und das Startdatum ist wirklich sehr früh – was Sinn für Palm machen würde, die dringend ein erfolgreiches Gerät brauchen und unbedingt dem mit Sicherheit vor der Tür stehenden neuen iPhone zuvorkommen sollten – warten wir mal ab, wie sich die Sache entwickelt.

  1. Wir reden hier aber nicht von der UMTS-Version für den EU-Markt, sondern vom US-Pre []

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Beinahe möchte man ja schon etwas Mitleid mit dem Immer-noch-Marktführer aus Espoo bekommen: Nokia kündigt endlich ein wirklich vielversprechendes Flaggschiff für ihre N-Serie an, mit einem Touchscreen, einer Volltastatur, einem neuen Startbildschirm für das betagte Symbian S60 OS und … ansonsten eigentlich allem, was man überhaupt in einem Mobiltelefon einbauen kann. Abgesehen von einem Feuerzeug und einem Elektrorasierer. Allerdings haben sie auch Skype eingebaut – was Kunden freuen wird, Netzbetreiber allerdings weit weniger:

Nokia und Skype: Widerstand von den Providern:

“Die Idee ist für die Verbraucher schon ziemlich gut. Wenn man Skype auf seinem Mobiltelefon hat, kann man zumindest dort, wo man WLAN hat, die meist teuren Gebühren der Provider umgehen. Das gilt vor allem für Telefonate ins Ausland. Doch die Provider wollen die Idee nicht zulassen, denn hier geht es um teure Roaming Verbindungen, an denen diese gut verdiene”

(Via neuerdings.com.)

Nokias Legionen treuer Fans werden sicher so richtig glücklich über die Aussicht sein, wieder einmal nur ein entschieden verkrüppeltes Gerät zu bekommen, aber nach dem ähnlichen Problemen mit Nokias eigenem Musikshop hätten die Finnen es eigentlich besser wissen sollen: Die Provider haben ihre eigenen geldbringenden Konkurrenzangebote und so “sexy” wie das iPhone ist das N97 scheinbar auch nicht, um wie T-Mobile in die Knie zu gehen und iTunes zu akzeptieren.

Aber dann kam heute die folgende Meldung:

Nokia N97 wird ab Juni für 845 Euro verkauft:

“Das Nokia N97 ist ab sofort im Katalog des Online-Händlers Expansys gelistet. Es kann jetzt vorbestellt werden, die Auslieferung soll ab dem 23. Juni erfolgen. Der Preis ist heftig: 845 Euro soll man für das neue Top-Modell der Nserie bezahlen.”

(Via AreaMobile Mobilfunk-News.)

Klar: Das N97 hat eine Ausstattungsliste, die selbst kleingedruckt kaum auf einer DIN A4 Seite unterzubringen ist – aber das ist wirklich enorm teuer; selbst hoch subventioniert sollte das Gerät noch weit über dem nicht gerade billigen iPhone liegen.

Ich kämpfe seit Jahren mit dem Lockruf des iPhone und “zu teuer” war bisher immer noch die stärkste Waffe gegen einen neuen Knebelvertrag mit T-Mobiles Exklusivtelefon Nummer Eins. Ich widerstehe immer noch.

Eben dieses iPhone hat im letzten Juni eine Auffrischung bekommen und es spricht einiges dafür, dass es durchaus zeitgleich zum Launch des N97 in einer neuen Auflage auf dem Markt kommen könnte. Deutlich geschickter als Nokia verhielt sich Palm, die sich mit dem Pre preislich näher am iPhone orientieren wollen.

Nokia hat scheinbar erhebliche Probleme mit der schlichten Tatsache, nicht mehr der Innovator im Smartphone zu sein; eine Rolle die sie bei Licht betrachtet letztmalig mit der Einführung des N95 überzeugend ausfüllten.

Das war Anfang 2007.

Das N97 ist ein beeindruckendes, immer noch handliches Paket voller Funktionalität, alles auf einer bewährten Softwarebasis – mit Sicherheit eine mehr als nur respektable Leistung der finnischen Ingenieure. Aber es ist eben ein nur in Details verbesserter Aufguss alter Designphilosophien, mit etwas ‘Touch’-Mode verfeinert und ein paar Widgets obendrauf. Große Ideen werden aber schmerzlich vermisst.

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