Es ist wohl offensichtlich, dass ich mit meinem aktuellen Smartphone – einem Motorola Milestone – recht zufrieden bin, so sind zumindest auch die wenigen frischen Einträge in diesem Blog zu entschuldigen: Ich hatte nicht viel zu bemängeln, das Milestone ist ein solides Gerät. Nicht ohne Mängel, aber wirklich in Ordnung.
Mir fiel allerdings auf, dass der letzte Beitrag vor diesem hier von endlos verschobenen Updates handelte – das war der entscheidende Grund, warum ich mich von meinem Samsung Galaxy getrennt habe und leider ist es für mich auch der größte Kritikpunkt am Milestone.
Als ich damals als Fan von Nokias Symbian-Smartphones auf Android umgestiegen bin, tat ich das weil es keine “großen” Softwareupdates gab und man so weiterhin entweder dem üblichen Zweijahrestakt einer Neuanschaffung unterworfen war – oder aber man war bereit mit einem veralteten Telefon zu leben, was sicher für viele akzeptabel ist. Für mich auch, wenn alles weiterhin funktioniert.
Pustekuchen, kann man da nur sagen: Samsung hat sich scheinbar dazu entschlossen, das Galaxy gar nicht mehr zu aktualisieren und haben mich damit für die absehbare Zukunft als Kunden verloren. Motorola hat zwar ein Android 2.2 für das Milestone versprochen, aber erst Ende dieses Jahres, nach allen anderen aktuelleren Geräten. Noch schöner: Es ist im Gegensatz zum Galaxy nicht möglich, das Milestone mit nichtoffiziellen Versionen der neuen Android-Version zu bestücken. Bei der US-Version geht es, Motorola Europe hat es gezielt unterbunden.
Wäre ja auch noch schöner, wenn man sich nicht ganz wie gewohnt ständig ein neues Telefon kaufen müsste, nur damit auch weiterhin aktuelle Programme darauf laufen.
Weiterhin grandios: Viele, viele günstige Androidgeräte haben schon beim Erscheinen antike Versionen des Betriebsversionen und … mit etwas Glück, vage Andeutungen von Updates.
So toll wie Google sich das mal gedacht hat – so läuft es nicht: Die alten Unverschämtheiten der Industrie sind nicht auszutrieben, so sieht es jedenfalls aus. Ein in vielen Teilen offenes und freies Betriebssystem wird de Facto in allen Punkten ausgehebelt, die es so interessant für mich machten. Ich mag Android weiterhin, aber ich werde wohl in Zukunft nur Androidsmartphones kaufen, die ihre Updates direkt von Google bekommen.
Aber dann bliebe noch der Android Market, in dem ich immer noch nur mit Kreditkarte Software kaufen könnte – könnte, denn ich werde einen Teufel tun und mir deswegen eine zuzulegen1. Für mich ein ganz klares Argument gegen Android. Dass nun Amazon einen eigenen (!) Softwareshop für Android aufmachen will, treibt die Zersplitterung des Systems nur weiter auf die Spitze.
Ansonsten: Dann eben ein Gerät von einem Hersteller, der auch die Software selbst anbietet und bisher einen guten Ruf darin hatte, auch lange nach dem Kauf für alte Telefone zu sorgen: Ich denke da an Palm oder eben… genau, insbesondere an Apple.
- Ich finde CC-Alternativen wie Wirecard auch eher zweifelhaft [↩]






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