Früher hätte mal wohl “Blackberry” und “Multimedia” für vollkommen unvereinbare Begriffe gehalten, waren doch die Brombeeren von RIM in erster Linie reine Businessgeräte für die Schlipse unter uns. Aber in den letzten Jahren hat sich einige getan, spätestens mit dem Storm und dem Bold. Das 8900 Curve ist eine weitere Variante des Angriffs auf breitere Käuferschichten.
Multimedia
Nun ja, fangen wir mit dem unangenehmen Teil an: Die Videokamera ist nicht gerade ein Schmuckstück des Blackberry. 240×180 Pixel im 3GP Format, 15 fps in meinem Demovideo – das ist nichts Weltbewegenendes. Dafür ist die Farbechtheit ganz gut, ebenso der Ton. Schaut es euch einfach selbst an.
Blackberry 8900 Curve Probegalerie
Dafür kann die leider etwas arm an Einstellmöglichkeiten ausgefallene Kamera mit wirklich guten Bildern punkten. Zwar kann man wohl mit “nur” 3.2 Megapixeln Auflösung den Besitzern echter Photohandies nur ein mildes Hinterteilrunzeln abringen, in der Praxis jedoch schafft man mit einem gut benutzbaren Autofocus, Weißabgleich, einer Bewegungskompensation und einer insgesamt flinken Arbeitsgeschwindigkeit gute Ergebnisse. Geotagging funktioniert reibungslos, das eingebaute GPS-Modul tut gute Dienste.
Man kann direkt aus der Galerie oder der Kameraapplikation Bilder per MMS oder Mail versenden oder sie auf das Soziale Netzwerk seiner Wahl hochladen; leider kann man sie nicht vor den verschicken in der Größe ändern. Bluetooth für den Kurzstreckenversand zu Handy zu Handy stehen ebenfalls zur Verfügung – reichlich dämlich ist dabei, dass das Blackberry für den Bilderempfang erst per Menüpunkt bereitgemacht werden muss. Wieso der Quatsch, RIM? Das geht einfacher.
Zu meiner Überraschung ist das Curve 8900 mit einem recht guten Medienteil ausgestattet – Videos sehen auf dem Display großartig aus und werden flüssig wiedergegeben , der Musikteil hat eigentlich alle nötigen Funktionen; Covers und Songtitel werden angezeigt; der Klang ist ordentlich. Die vielen unterstützen Dateiformate – MP3/AAC/AAC+/WMA für Audio, DivX/XviD/MPEG4/WMV für Video – gehen deutlich über die Möglichkeiten von Apples Angebot und auch die vieler anderer Smartphones hinaus. Die Coolness und der optische Reiz des iPhone in diesem Bereich werden allerdings nicht einmal ansatzweise erreicht; auch fehlen dem Curve eigene Bedienelemente für die Medienwiedergabe. Für ein Businesshandy ist die Austattung aber mehr als zufriedenstellend.
Das mitgelieferte Headset hat keine Lautstärkeregler, ist dafür aber recht solide und klingt ganz ordentlich, dafür fand ich es eher unbequem zu tragen, was aber wie immer bei Ohrhörern eine rein subjektive Sache ist – vielleicht sind meine Ohren ja auch einfach zu klein. Zum Glück kann man handelsübliche Kopfhörer an die Standart-3.5mm Cinchbuchse anschließen. Dankenswerterweise nimmt das 8900 auch gern handelsübliche Bluetooth-Stereoheadsets an (A2DP).
Im dritten Teil werde ich etwas auf Organizer und Mails eingehen und ein kleines Fazit ziehen.
Tags: Blackberry 8900 Curve, Kamera, Multimedia, Video
-
Hi!
Schicker Test!
War heute einmal im Vodafone store und hab mir das Teil genauer angeschaut. Die hatten ein vorfürhgerät da. Habs mir angeschaut und was mir direkt aufgefallen ist das die Tastatur sich im gehäuse in und herschieben ließ also wackelte. Die Menuknöpfe auch. fand ich sehr ätzend. Der Typ im store meinte dann das das ja ein vorfürhgerät seiu nd oft in benutzung ist. Naja habe jetzt n bischen Zweifel ob das beim Poweruser wie mir auch irgendwann abnutzt.
War dann noch im O2 Store, das gleiche Problem.
Wie isn das bei dir jetzt so nach intensiver benutzung?lg
chris
Ist das




2 comments
Comments feed for this article